the rise of account to account payments
06 Oktober 2022, 9:12 (CEST)

5 JAHRES AUSBLICK

Account-to-Account-Zahlungslösungen sind die neue Zahlungszukunft!


Worldpay gab kürzlich bei einem Report an, dass bis 2023 mehr als 20 % der Zahlungen1 im elektronischen Handel in Europa über Account-zu-Account (A2A) erfolgen werden. Wir gehen sogar davon aus, dass dieser Anteil in den nächsten fünf Jahren auf über 40 % ansteigen wird.
Warum?
Ganz einfach: Account-to-Account-Zahlungen sind eine, wenn nicht sogar die beste Alternative für Handelnde und Zahlungsdienstleistende schlechthin, weil sie kostengünstig sind, den Cashflow verbessern und eine hervorragende Anpassung an das Abonnementmodell bieten.
Aber auch die Endverbraucher:innen werden sich zunehmend dem Komfort von A2A-Zahlungen bewusst. Eine kürzlich durchgeführte Studie zeigt, dass die Nachfrage nach besseren Zahlungserlebnissen deutlich angestiegen ist und weiter wächst. 52% der Endverbraucher:innen2 wählen ihre Zahlungsmethode sogar danach aus, wie einfach sie zu bedienen ist.

Dieser Blogartikel soll Anregung zu Account-zu-Account-Zahlungen geben und eine kleine Hilfestellung bieten, wie handelnde Unternehmen, Zahlungsdienstleistende und Endverbraucher:innen in den nächsten fünf Jahren von dieser alternativen Zahlungsmethode profitieren können.


In diesem Blog erwartet Sie:

  • Der Auf- und Abstieg der Kartenzahlung
  • Die Zeit ist reif für Open Banking und APIs
  • Wie A2A-Zahlungen den Anforderungen der Abonnementwirtschaft gerecht werden

Der Auf- und Abstieg der Kartenzahlung

Wie wir im Laufe der Jahre gesehen haben, ersetzt eine neue Technologie die Alte. Während Karten noch gefühlt gestern erst den Scheck verdrängt haben, sind sie heute bereits schon wieder veraltet, da sie den modernen Anforderungen der Endverbraucher:innen nicht mehr ausreichend gerecht werden.

Wir von SEPAexpress begleiten diesen Wandel stetig und zeigen Ihnen die drei Trends, die die Welt des Zahlungsverkehrs gerade zu verändern beginnen:

#1: Kontaktlos bezahlen

Die Verwendung physischer Bankkarten für den Zahlungsverkehr verliert immer mehr an Attraktivität. Ein gutes Beispiel dafür sind kontaktlose Lösungen wie Apple Pay.
Vor allem die Pandemie spielte eine wichtige Rolle bei der Einführung kontaktloser Zahlungen, deren Wert von 80,5 Mrd. im Jahr 2019 auf 165,9 Mrd. im Jahr 2021 ansteigen wird.3 Die Verbraucher:innen von heute wollen unabhängig von Vermittlenden sein um Bankkonten und Handelnde miteinander verbinden zu können – vielversprechende Aussichten für Account-to-Account-Zahlungen.

#2: Komfort

Der weltweite Markt für E-Commerce-Abonnement hat sich zwischen 2021 und 2022 auf 120,04 Mrd. US-Dollar fast verdoppelt und wird bis 2026 voraussichtlich auf 904,2 Mrd.4 US-Dollar weiter anwachsen. Abonnementmodelle bieten stabile Einnahmen für Unternehmen und Komfort für die Kundschaft, die ihre Daten nicht regelmäßig eingeben will. Kredit- und Debitkarten stehen dem Ganzen allerdings im Weg: Jedes Mal, wenn die Karten ablaufen, müssen die neuen Daten wiederholt eingegeben werden und der reibungslose Zahlungsablauf könnte wird dadurch unnötig unterbrochen. Mit Account-to-Account-Zahlungen entfällt genau dies, was zu gleichbleibenden Einnahmen und einem reibungslosen Zahlungsverkehr führt.

#3: Sicherheit

Betrug ist und bleibt ein großes Problem bei Kartenzahlungen. Die Karte ist zwar sicher, aber dadurch, dass sie als Hauptzahlungsmittel verwendet wird, ist sie nicht nur anfälliger für physischen Diebstahl, sondern auch für Online-Betrug. Der Kartenindustrie drohen in diesem Jahrzehnt Verluste in Höhe von 400 Milliarden Dollar durch Betrug5, von denen Millionen von Verbraucher:innen und Unternehmen weltweit betroffen sind. A2A-Zahlungsmethoden verfügen über Funktionen wie Mehrfachauthentifizierung, Risk-Engine-Technologie und Ausgabelimits. Mit integrierten Bonitätsprüfungen können Handelnde auch fehlgeschlagene Zahlungen aufgrund unzureichender Kontodeckung oder fehlerhaften/gelöschten Konten vermeiden und so das Risiko von Betrug mindern.

 

Die Zeit ist reif für Open Banking und APIs

Der Zahlungsverkehrssektor befindet sich bildlich gesprochen gerade an einer Kreuzung mit vielen Abzweigungen. Neue Wege sind vor allem durch Open Banking und APIs entstanden, die nicht mehr den Weg auf ausschließlich traditionellen Zahlungssystemen weisen. Das ist eine große Veränderung.

Durch das Aufkommen neuer Innovationen wie Open Banking, sind Unternehmen plötzlich in der Lage reibungslosere Zahlungserfahrungen anbieten zu können. Genau das, was die Verbraucher:innen inzwischen als selbstverständlich sehen. Karten- oder Bankdaten müssen für eine Zahlung nicht mehr ständig aufs Neue eingegeben werden. APIs bieten hier stattdessen eine angenehme Möglichkeit, einmalige und wiederkehrende Zahlungen mit nur einem Klick zu akzeptieren. Genau dies bietet enormes Potential in Sachen Schnelligkeit und Bequemlichkeit. Und auch die handelnden Unternehmen profitieren davon: Den Transaktionsgebühren sinken deutlich. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Aus diesem Grund gibt es inzwischen 6 Millionen aktive Open-Banking-Nutzer:innen und die Zahl der Open-Banking-Zahlungen steigt im Jahresvergleich um 500 %, wie aus den jüngsten Statistiken der Open Banking Implementation Entity (OBIE) hervorgeht.6 Die Zeit ist reif für Open Banking in Europa und erschließt weitere Wege für immer mehr Dritte, die als registrierte PISP (Payment Initiation Service Provider) Zahlungen im Namen von Verbraucher:innen zuverlässig und schnell veranlassen können. Und final tragen auch die steigenden Interbankentgelte für Kartenzahlungen zu diesem Trend mit bei.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in dem Maße, wie Open Banking in Europa reift und die Gebühren für Kartenzahlungen steigen, Account-zu-Account-Zahlungen die Kartenzahlungen als bevorzugte Zahlungsmethode schon bald links überholen werden.

Wie A2A-Zahlungen den Anforderungen der Abonnement-Wirtschaft gerecht werden

Der mitunter einer der wichtigsten treibenden Faktoren für den Anstieg von Account-zu-Account-Zahlungen ist die Entwicklung des Abonnements. Die auf Abonnements basierende Wirtschaft ist in vollem Gange und wird in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich erheblich wachsen. In einem aktuellen Bericht von UBS Wealth Management wird geschätzt, dass das Geschäft rund um Abonnements bis 2025 ein Volumen von 1,5 Billionen erreichen wird. Das ist mehr als das Doppelte der Größe des adressierbaren Marktes im Jahr 2020.7

Auch hier ist Komfort wieder das Stichpunkt. Aber monatliche niedrigere Kosten statt eine hohe Summe einmalig im Voraus bezahlen zu müssen, ist eines der Hauptargumente für Abonnements. Im Software-Bereich kann beispielsweise ein professionelles Videobearbeitungsprogramm, dessen Lizenzierung im Voraus 3.000 Dollar gekostet hätte, jetzt für relativ günstige 100 Dollar pro Monat genutzt werden.

Dabei ist es egal, ob es sich um traditionelle Dienstleistungsangebote wie Versicherungen und Fernsehen handelt oder um modernere Angebote wie Rasierapparate oder Deodorants. Die Attraktivität von Abonnementmodellen breitet sich in vielen Bereichen aus. Der Aufstieg der Abo-Wirtschaft nimmt weiterhin das tägliche Leben vieler europäischer Endverbraucher:innen ein, wovon sowohl sie als auch die handelnden Unternehmen, die das Produkt/die Dienstleistung verkaufen, profitieren.
Die signifikantesten Vorteile wären hierbei:
Wiederkehrende Abrechnungen, die vorhersehbare Einnahmen bieten
Bessere Rentabilität der Kund:innenakquisitionskosten
Größere Wahrscheinlichkeit, durch Cross- und Up-Selling mehr zu verdienen
Damit abonnementbasierte Angebote jedoch bequem sind, müssen sie einfach, schnell und leicht zugänglich sein. Und hier kommt dann auch die einfache Bezahlung ins Spiel. Unter den verschiedenen Zahlungsmethoden sind Account-zu-Account-Zahlungen die beste Methode, die sich für ein Abonnementmodell eignen. A2A-Zahlungen auf Abonnementbasis bieten eine innovative Zahlungsmethode frei nach dem Motto "einmal erledigt, mehrmals nutzen", von der sowohl Handelnde als auch Endverbraucherinnen profitieren. Damit stellt sie sicher, dass Endverbraucher:innen von der Benutzerfreundlichkeit des Empfangs von Waren und Dienstleistungen profitieren, ohne den Stress, sich an die Zahlung erinnern oder die Aktualität der Zahlungsdaten ständig überprüfen zu müssen. Genau das macht Account-to-Account-Zahlungen zu einer wartungsarmen Transaktionsart.

Nochmal zusammengefasst

Die Zahlungsverkehrsbranche bereitet sich auf eine „kartenlose“ Welt vor. Der Wandel ist unvermeidlich und beruht auf Katalysatoren wie Open Banking, APIs und den steigenden Abonnementmodellen von Unternehmen. Diese Trends führen bereits jetzt schon dazu, dass immer mehr Unternehmen auf Account-zu-Account-Zahlungen vertrauen.
Um jedoch von diesen Marktveränderungen bestmöglich zu profitieren, müssen Händler entscheiden, welcher A2A-Zahlungsanbieter am besten zu ihrem aktuellen und zukünftigen Geschäftsmodell passt, und Zahlungsdienstleistende müssen ein tieferes Verständnis dafür haben, wo Lücken in ihrer Zahlungsinfrastruktur bestehen. Um die Zukunft erfolgreich zu sichern, ist es für alle Akteur:innen wichtig zu verstehen, welche Zahlungsoptionen sie benötigen, um relevant zu bleiben und gleichzeitig das Kundenerlebnis zu verbessern.
Klicken Sie hier, um mehr über SEPAexpress zu erfahren. SEPAexpress gehört zur Banking Circle Group, der über 34 Länder und 500.000.000 Bankkonten vertrauen.

 

1 FIS: The global payments report, (Stand: 14.09.2022)
https://worldpay.globalpaymentsreport.com/en

2 NUAPAY: Nuapay data reveals strong consumer demand for Open Banking and better a payment experience, (Stand 14.09.2022)
https://www.nuapay.com/en/resources/in-the-news/nuapay-reveals-strong-consumer-demand-for-open-banking-to-improve-payment-experience/ [17.12.2021]

3 THE FINTEC TIMES – Pathe, Tyler: Thirty per Cent Rise in Contactless Spending Value Following October Limit Increase, (Stand: 14.09.2022)

Thirty per Cent Rise in Contactless Spending Value Following October Limit Increase

4 Forbes – Wertz, Jia: The Growth Of Subscription Commerce, (Stand: 14.09.2022)
https://www.forbes.com/sites/jiawertz/2022/07/15/the-growth-of-subscription-commerce/?sh=7be99c07b572 [15.07.2022]

5 PAYMENTSDIVE – Mullen, Caitlin: Card industry faces $400B in fraud losses over next decade, Nilson says, (Stand: 14.09.2022)
https://www.paymentsdive.com/news/card-industry-faces-400b-in-fraud-losses-over-next-decade-nilson-says/611521/ [14.12.2021]

6 Sifted: The state of open banking in Europe — in 4 charts. Financial flop or banking bop? Where open banking really stands in Europe, (Stand: 14.09.2022)
https://sifted.eu/articles/state-europe-open-banking-uk-fintech/ [05.04.2022]

7 UBS, Wealth Management – Global: Investing in digital subscriptions, (Stand: 14.09.2022)
https://www.ubs.com/global/en/wealth-management/our-approach/marketnews/article.1525238.html [10.03.2021]

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